Auszug aus dem Wirtschaftsblatt vom 21.12.2006
www.wirtschaftsblatt.at

"Knauf: Rekordjahr und Ausbaupläne

Wien. Der in Familienbesitz stehende Schweizer Baustoffkonzern Knauf, dessen Österreich-Tochter für Osteuropa zuständig ist, hat ein blendendes Jahr hinter sich und steht ausserdem vor einer grossen Investition: Das sagt Knauf Österreich-Chef Otto Ordelt im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. "Die Auslastung ist so hoch wie nie." Im Werk in Weissenbach, das neben Österreich auch die Slowakei, Slowenien und Ungarn beliefert, werde 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche produziert, trotzdem sei die Nachfrage noch immer grösser als das Angebot. Hintergrund des Auftragshochs ist laut Ordelt die wiedererstarkte Bauwirtschaft. Der Österreich-Umsatz werde von 91 Millionen Euro im Jahr 2005 heuer auf mindestens 95 Millionen Euro steigen. Die Erträge seien stabil. Die Umsatzzahlen der gesamten Osteuropa-Division, die aus 19 Ländern und 16 Werken besteht, werden nicht bekannt gegeben. Branchenkenner schätzen sie auf etwa 470 Millionen Euro. Stärkste Zuwächse verzeichnete Knauf heuer in der Slowakei und Slowenien.

Drei Werke

Für 2007 stehe die Ausweitung der Kapazitäten am Programm. Bis zu drei neue Produktionsstätten seien in Osteuropa angedacht, wobei die Entscheidung für den Standort des ersten Werks Ende Jänner fallen soll. Die Mindestinvestitionssumme pro Projekt liege bei 50 Millionen Euro, sagt Ordelt. In Weissenbach würden 2007 fünf Millionen Euro in die technische Aufrüstung gesteckt, eine Erweiterung durch Zubauten werden geprüft. Der heuer erfolgte Kauf des Dämmstofferzeugers Heraklith bringe bereits Synergien, sagt Ordelt. Die ehemalige RHI-Tochter bleibt innerhalb des Knauf-Konzerns zwar eigenständig, bei Projekten und Forschung werde aber gut zusammen gearbeitet.
Irina Frühmann
(© WirtschaftsBlatt Zeitung) Irina Frühmann"

Quelle: Wirtschaftsblatt, 21.12.2006, www.wirtschaftsblatt.at