23 Tonnen Blei für Strahlenschutz
Gmundner Trockenbau-Unternehmen Perchtold gewährleistet mit
Strahlenschutzprojekt im AKH Linz die Sicherheit der Mitarbeiter.
Das Trockenbau-Unternehmen Perchtold hat eines seiner bisher größten
Strahlenschutzprojekte erfolgreich abgeschlossen. Im AKH Linz verarbeitete der
oberösterreichische Trockenbau-Spezialist innerhalb weniger Wochen insgesamt 23
Tonnen Blei. Im Vergleich zu Bauprojekten mit Gipskarton entspricht dies einem
mehr als dreimal so hohen Materialgewicht. „Das Gewicht und die richtige
Auslegung der Stahlkonstruktion waren eine echte Herausforderung“, erklärt
Geschäftsführer Kurt Perchtold. Die Arbeiten erfolgten in der Abteilung für
nuklearmedizinische Diagnostik. Die österreichischen Strahlenschutzbestimmungen
sehen für diesen Bereich besonders hohe Arbeitssicherheits-Kriterien vor.
Gmunden, 8. Juli 2008. – Das Projekt Strahlenschutz am AKH Linz war
für das oberösterreichische Bauunternehmen Perchtold eines der „gewichtigsten“
in der 27-jährigen Firmengeschichte. Denn während der Gmundner
Trockenbauspezialist für eine Gipskartonwand im Durchschnitt circa 45 Kilogramm
Material pro Quadratmeter verarbeitet, war der Werkstoff für den Strahlenschutz
mehr als dreimal so schwer. Der Grund: Ein Quadratmeter der verwendeten
Bleiwände wiegt rund 140 Kilogramm. „Eine anspruchsvolle Aufgabe, sowohl was die
Planung der Stahlkonstruktion als auch die Einarbeitung des Baustoffs betrifft“,
beschreibt Geschäftsführer Kurt Perchtold.
Strenger Schutz vor PET-Strahlen
Die Tore und Wände errichtete Perchtold gemäß einem Strahlenschutzgutachten.
Dieses sieht für die nuklearmedizinische Abteilung des AKH Linz spezielle
Anforderungen vor. Demnach haben die Bleiwände in einem Raum mit
Positronen-Emissions-Tomographie (PET) inklusive computertomografischer
Röntgen-Einrichtung (CT) eine Dicke von bis zu 25 Millimetern aufzuweisen. Zum
Schutz vor gewöhnlicher Röntgenstrahlung reicht im Vergleich dazu eine
Abschirmung von etwa drei Millimeter starken Bleiwänden, was einem Achtel der
Auflagen bei PET-Strahlung entspricht.

23 Tonnen Blei arbeitete die Firma Perchtold beim Strahlenschutz-Projekt des AKH
Linz in die Tore und Wände der Abteilung nuklearmedizinische Diagnostik ein.
Foto: Perchtold
Arbeitssicherheit gewährleistet
Die dicken Bleiwände erfüllen die Anforderungen der allgemeinen österreichischen
Strahlenschutzverordnung (ÖNORMEN S 5204-1, S 5212 und S 5224). Die Auflagen
stellen den Schutz der Krankenhaus-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter sicher, die
in der Nähe des 50 Quadratmeter großen PET-Raums beschäftigt sind.
Erfahren im Strahlenschutz
Das AKH-Projekt wickelte Perchtold im Auftrag der Stadt Linz ab. Zuvor hatte der
Trockenbau-Spezialist aus Gmunden bereits Strahlenschutz-Projekte an den
Landeskrankenhäusern Steyr, Vöcklabruck sowie an der Landes-Frauen- und
Kinderklinik Linz realisiert.
Corporate Data
Die Perchtold Trockenbau GmbH wurde 1981 gegründet. Zum Komplettangebot des
Unternehmens gehören Offert, Planung, Organisation, Sicherung und Ausführung von
Projekten. In Österreich ist Perchtold Trockenbau in Gmunden, Wiener Neudorf und
Innsbruck vertreten. Kurt Perchtold und Karl Gattinger sind die
geschäftsführenden Gesellschafter des Unternehmens. Perchtold Trockenbau
beschäftigt 200 MitarbeiterInnen und erzielte im Jahr 2007 einen Umsatz von 23,5
Millionen Euro.
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