Auszug aus dem Wirtschaftsblatt vom 13.07.2006
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"Perchtold stemmt sich gegen Preisdumper

Gmunden. Der Trockenbauer Perchtold stemmt sich offenbar erfolgreich gegen Billiganbieter aus Deutschland. Obwohl dem Familienunternehmen im Vorjahr zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand durch die Lappen gingen, ist der Umsatz um 14 Prozent auf 23,4 Millionen Euro gestiegen. Chef Kurt Perchtold: "Wir haben bei Firmenkunden stark zugelegt, weshalb das auch unser künftiger Schwerpunkt ist." Bei öffentlichen Ausschreibungen mache es wegen der bis zu 30 Prozent billigeren Angebote von deutschen Trockenbauern kaum mehr Sinn, anzubieten. "Die haben die Preise völlig zusammengehaut." Co-Chef Karl-Heinz Gattinger beklagt, dass zuweilen nur nach dem Billigst- und nicht dem Bestbieterprinzip vergeben wird. Sogar in der Heimatstadt Gmunden musste sich Perchtold deshalb bei einem Grossauftrag zur Sanierung eines Gymnasiums einem deutschen Mitbewerber geschlagen geben.

Expansion im Westen

Geografisch soll der Markt des Trockenbauers nach Westösterreich ausgedehnt werden. Perchtold hat dazu eine Niederlassung in Innsbruck gegründet. Einer der Hauptmärkte bleibt Ostösterreich, wo Perchtold den Musikverein oder das Museumsquartier in Wien zu seinen Kunden zählt. Laut Gattinger wird eine Expansion ins deutschsprachige Ausland (Südtirol, Schweiz, Bayern) überlegt. Perchtold ist laut eigenen Angaben grösster Trockenbauer Österreichs. Trockenbau bedeutet, dass bei Neubauten statt Stemmen für E-Leitungen und Weisseln der Wände fixfertige Wände und Decken eingezogen werden. Eine Spezialität der Firma ist etwa der Einbau von Klimadecken, die dank durchströmendem Kaltwasser für zugfreie Raumkühlung sorgen. Die Firma gehört zu 75 Prozent Perchtold, 25 Prozent hält Gattinger. (kl)
Karl Leitner"

Quelle: Wirtschaftsblatt, 13.07.2006, www.wirtschaftsblatt.at