Auszug aus einem Bericht des Gewerbevereins vom 2.06.2005
Geschrieben von Dr. Herwig Kainz
www.gewerbeverein.at
"Fünf Unbedarfte plaudern über Schattenwirtschaft am Bau!
Sie wurden vom Publikum erstmals vom Faktum Ein-Mann-Spachtler überrascht!
Es war ein Pressegespräch mit zum Bersten vollem Auditorium und fünf
hochkalibrigen Experten. Thema: Sozialpartnerschaftlich gegen die
Schattenwirtschaft am Bau. Gut eine halbe Stunde brauchten die Statements der
Podiumssprecher, Bauinnungsmeister und BUAK-Chef Johannes Lahofer, seines
Geschäftsführers Manfred Katzenschlager, Bau-Holz-Gewerkschafter Johann
Driemer, Hauptverbands-Capo Erich Laminger und (Über-)Langzeit-AMS-Chef Herbert
Buchinger.
In der Diskussion konnte der Vertreter des Österreichischen Gewerbevereines
(ÖGV) und des Verbandes Österreichischer Stuckateur- und
Trockenausbauunternehmungen (VÖTB) nicht umhin, das Thema der nahezu 3.000
Ein-Mann-Ost-Spachtler allein in Wien anzusprechen. Natürlich sind diese legal
auf Grund der EU-Dienstleistungsfreiheit und einer Berechtigung zur Ausübung
eines Teilgewerbes hier. Nur sie arbeiten illegal.
Einzig Driemer konnte mit dem Thema etwas anfangen. Besonders putzig das
Statement von Buchinger, der wahrscheinlich froh ist, dass dieses Thema von
seinem Amt zu einem anderen verlagert wurde: Nicht jeder Ost-Spachtler umgeht
Rechtsvorschriften und im Übrigen könne man nicht hinter alle Mitarbeiter
einen Kontrolleur stellen.
Wir bohrten weiter und fragten, ob rechtliche Schritte gegen die Behörden,
die - gegen jedes Plausibilitätsdenken - die Gewerbebewilligungen wohl von der
Rolle reißen, unternommen werden. Daran sei nicht gedacht, so der Tenor am
Podium! Die markanteste Wortspende kam von Neo-Hauptverbands-Boss Laminger:
Schweigen!
Die fünf honorigen Herren am Podium werden nicht umhin kommen, die
Verantwortung für ihr Nichthandeln beim Hauptproblem der illegalen
Beschäftigung am Bau zu übernehmen.
VÖTB und ÖGV, die - so scheint es - das Thema zum ersten Mal an die
honorige Podiumsrunde herangetragen haben, obwohl darüber bereits zahlreiche
Artikel erschienen sind, werden das Vorgehen der Organisationen, für die die
genannten Herren stehen, sorgsam beobachten!"
Quelle: Auszug aus www.gewerbeverein.at 02.06.2005
www.gewerbeverein.at
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